Die Tavernenküche

Stilgetreu servieren wir unsere Köstlichkeiten in Tongeschirr sowie auf hölzernen Brettern. Auf unserer Karte finden sich sowohl Herrenspeis (Fleischiges) als auch Bauernspeis (vegetarisch und vegan) – unser Tavernenküche hält für jeden Geschmack etwas bereit.

Da wir besonders auf frische Küche setzen, mit saisonalen Produkten arbeiten und auf Fertigprodukte verzichten bieten wir eine kleinere Auswahl von umso schmackhafteren Köstlichkeiten. Zu unseren Spezialitäten gehört die „Z’fetzte Sau“, einen über 20h gegarten, hausgeräucherten Schopfbraten der im schwarzen Brotlaib, Kraustsalat und gegrillten Zwiebeln am Brett serviert wird. Ein anderer Tavernen-"Klassiker" ist unser im Kupferkessel servierter Linseneintopf. Besonders schmackhaft ist unser mittelalterliches "Honigschwein", ein gebratener Schweinsnacken mit Honigzwiebel und Knödel. Von Ende Oktober bis Ende November gibt es bei uns Gansl mit Rotkraut, Erdäpfelknödel und Preiselbeeren sowie auch alternativ auf mittelalterliche Art mit Dörrobst-Semmelfülle.

Unsere mittlerweie bekannten "Tavernen-Ripperl", SpareRibs in Chilli-Honig-Curry Marinade mit Bratkartofferl und zweierlei Sauce bieten während unserer Hauptöffnungszeiten regelmäßig donnerstags ab 18:00 an.

Auch ein mehrgängiges Ritteressen bieten wir auf Bestellung gerne an. Informationen dazu findest Du unter dem Menüpunkt Ritteressen. Als PDF kannst Du dir hier die Speisenfolge Ritteressen 2019 herunterladen.

Von Hopfen und Malz

Als mittelalterliche Taverne sind wir einem guten Bier natürlich verpflichtet. So mancher Gast vermerkte schon, dass alleine durch das Servieren des Bieres in unseren Ton-Bierhumpen, das Bier an Geschmack gewinnt. Was dieser jedoch in jedem Falle garantiert, ist eine perfekte Kühlung des Bieres vom ersten bis zum letzten Schluck.

Die Burgtaverne Kreuzenstein bietet eine breite Palette an Bierspezialitäten. Neben unserem Fassbier aus Weitra und Zwettl können auch besondere Flaschenbiere genossen werden. Wie wär’s mit einem „Hadmar Biobier“, benannt nach Hadmar II. von Kuenring, einem „Columbus 1492 Pale Ale“ oder dem Premium-Pils „Zwettler Saphir“? Mit einem wechselndes Angebot an Flaschenbieren unterschiedlicher Brauereien können bei uns die Krüge erhoben werden.

Mittelalterlicher Würzwein

Ein ganz besonderes Getränk, das wohl nur in einer mittelalterlichen Taverne zu bekommen ist, ist der mittelalterlich Gewürzwein, welcher als Würzwein beschrieben wird.

Der mittelalterliche Gewürzwein "Hypocras" war wegen der damals sehr teuren Gewürze nur an den Höfen von Königen und reicher Adliger üblich. Die weiße Sorte des Hypocras heißt in sächsischen Wein- und Winzerbüchern Claret was vermutlich vom bekannten böhmischen Arzt Claretus abzuleiten ist, der im 14. Jhdt. gewirkt hat.

Geschichtlich wird oft erwähnt dass der Leibarzt des Papstes auf die Herstellung von Gewürzwein durch eine Stelle in einer Schrift von Hippokrates kam - daher angeblich der Name "Hypocras". Aber viel wahrscheinlicher ist das dieser Name vom „Manica Hippocratis“ abgeleitet wurde - einem damals von Ärzten genutzten textilen Filtersack aus Filz, der damals wie heute auch von uns bei der Zubereitung des Gewürzweins als Behälter der Gewürze verwendet wird mit denen der Wein gekocht wird. Nach vielen Stunden des Kochens mit Gewürzen - die antiseptische Wirkung haben - wird der Wein gesüßt und heiß abgefüllt.

Der klassische Hypocras hat oft Pfeffer und Ingwer als dominanten Geschmacksgeber. Zimt, auch Galgant, Gewürznelken, Kardamom und weitere Gewürze fanden bei der Zubereitung Verwendung. Als Relikt des mittelalterlichen Würzweins, des ursprünglich antiken Römerweins trinkt man heute noch zur Winterzeit den allseits bekannten Glühwein - weniger gewürzt, dafür aber heiß.